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Seit langer Zeit beschäftige ich mich schon mit dem Thema Glasperlen. Zuerst habe ich Glasperlen (sogenannte Tradebeads) gesammelt um diese als "Hobbyethnologe" in der Kultur der nordamerikanischen Indianer um 1830 selbst zu tragen. Auf Grund der Vielfalt und der damals (Anfang - Mitte der 80er) noch vorhandenen Möglichkeiten wie z.B. Reimport aus Afrika etc. konnte hier noch zu vertretbaren Preisen gesammelt werden. Mitte der 90er gab ich dieses Hobby aus Zeitgründen auf und bis auf wenige Einzelstücke wurde leider alles verkauft.

Fasziniert vom Mittelalter und der Reichhaltigkeit der Wikinger kam auch das Thema Glasperlen wieder zum Tragen. Allerdings formierte sich hier eher der Wunsch diese Perlen auf Grund der Tatsache, dass hier teilweise angebotene ich sage mal "freie" Nachbauten nicht meinem Geschmack entsprachen und durch diverse Märkte und Treffen auf denen von anderen Perlenmachern dieses sehr schön hergestellt wurden, auch bei mir der Wunsch dies selbst einfach einmal zu probieren.

Gesagt - getan... nach einigen Suchereien und einem tollen Forum, in dem ich super aufgenommen wurde, konnte ich dort einen günstigen, gebrauchten Brenner erstehen. Es wurden mir von einigen Mitgliedern nette Starterpacks (Glas, Stahldorne, Werkzeug, Bücher etc. kostengünstig oder sogar als Geschenk überlassen und so konnte ich nach einigen Wochen bereits mit dem Perlenwickeln beginnen.



 

 

Hier z.B. die ersten 4 Perlen, die ich gemacht habe und an denen ich sehr hänge. Ich trage dieses ständig an einem Lederband um den Hals.

 

 

Nach nur zwei - drei Mal Perlen selber wickeln ist man derart angefixt, das man einfach nicht mehr aufhören kann und so kommt was kommen musste, der Wunsch eine komplette Kette zu fertigen... Dies ist die alte 4fach Kette meiner Frau in der in den unteren beiden Reihen noch einige Originale aus unserer Indianistik Zeit mit eingearbeitet wurden.



Nun musste natürlich auch für mich eine Kette her und die Kette links (selbst ein musealer Nachbau einer Wikinger Kette um ca. 900 n.Ch.) diente mir als Vorlage für die Kette auf der rechten Seite. 
Die Kette lebt mittlerweile allerdings nicht mehr bei mir, sondern ist bei einem guten Freund "eingezogen", bei dem sie sich auch sehr wohl fühlt.



 

 

Der nächste Nachbau war eine Ösenperlenkette aus Gerlachsheim aus dem 4.Jhd. Diese wurde mittlerweile als Geburtstagsgeschenk überreicht. Die von mir gefertigte Kette liegt hier auf dem ausgedruckten Foto des Grabfundes.